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  • Simon Heereman

Deine Kultur ist die Währung

Ein (subjektiver) Beitrag zur Recruiting Debatte im Digitalisierungszeitalter

Wie man heute Menschen von sich überzeugt?


Du bist auf der Suche nach guten Kollegen, nach Mitarbeitern oder sogar noch nach Personal? VERGISS ES!! Ein Blick in die Recruiting Glaskugel verrät, dass man mit dieser Denke heute keinen Blumentopf mehr gewinnen wird. Es geht nicht mehr um "we want you" sondern eher um "what do you (als Interessent) want" oder noch besser "you can help us achieve ___".

Erkläre mir, was Du wirklich erreichen willst und ich kann Dir sagen, ob ich da mitmache!


Und gerade weil die Zeiten sich stark in Richtung Autonomie, Selbstständigkeit und Remote Arbeit entwickelt haben kommt eine "ewige" Wahrheit umso stärker zum Tragen:

Culture eats strategy for breakfast

Sprich: Willst Du gute Leute haben musst Du Kultur können!


"Wir haben die beste Kultur"

Warum Marketing hier (noch oft) zu kurz springt


Die obige Erkenntnis wird natürlich von den meisten internen wie externen Recruiting Agenturen oder Abteilungen ohnehin erkannt oder sogar beherzigt. Zumindest im einzelnen Personaler lebt doch meist eine leidenschaftliche Seele, die für das Unternehmen, in dem sie werkelt, brennt! Schade nur, dass diese Personalerseele NICHT im Maschinenraum oder der Abteilung XY, die gerade umstrukturiert wird, arbeitet.


Und da kommen wir zum eigentlichen Problem:

Kultur wir erlebt, nicht vermarktet

Zumindest nicht im klassischen Marketinggedanken. Deswegen - aus meiner Perspektive - scheitern derart viele Recruitingstrategien oder bleiben hinter den an sie gesetzten Erwartungen zurück.

Weil es einfach unmöglich ist eine Erzählstrategie des Sendens von Markenbotschaften (Employerbranding, wann hast Du schonmal erfolgreich funktioniert??) auf die Straße zu bringen. Weil einfach jeder Mensch - besonders diejenigen, die man eigentlich will - mittlerweile die Nase voll von Versprechungen haben.


Vertrauen als Schlüssel


Während wir also noch von lebenswerten Arbeitswelten sprechen und das x-te umgebaute Großraumbüro mit glücklichen Mitarbeitern stagen scheinen die wirklichen Schätze an Mitarbeitern wie Fische in der schützenden Koralle zu verschwinden, kaum das unser strahlendes Marketinglächeln sie zu schnappen versucht...

Ein krasses Bild? Denk mal drüber nach.


Dabei könnte alles so einfach sein! Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass dort, wo ich mich am selbstwirksamsten einbringen konnte, der beste Ort für mich war. Es läuft also auf das Ökosystem hinaus in dem ich tätig sein soll und darf.

Meine 5 Cent: "Arbeitet an der Kultur eures Unternehmens und meint es ernst. Und die Guten werden mitmachen wollen."

Im Grunde ein Stammesgedanke den viele Unternehmen mittlerweile auch aufgreifen. Und genau da kommt es auf Ehrlichkeit und den tatsächlichen "Stamm" an in dem ich dann perspektivisch tätig sein werde.


An dem Punkt ist gefragt, ob wir uns gegenseitig vertrauen können. Ehrlich die Absichten auf den Tisch legen, besonders auf Arbeitgeberseite - das schafft Vertrauen und ermutigt potentielle Arbeitnehmer sich ebenfalls so zu verhalten.


Zu hohes Risiko? Dann werden deine Projekte und Ideen - meiner Meinung nach - eben mittelmäßig. Und damit gehst Du mittelfristig das Risiko ein am Markt obsolet zu werden. Es ist deine Entscheidung:

Hast Du den Mut zur Ehrlichkeit?

Danke für deine Aufmerksamkeit.

Was sind deine Gedanken zum Thema?


Mit herzlichem Gruß

Simon von Zephir



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